College oder University?

Übliche Unterscheidung

  • reine Liberal Arts Colleges, die nur undergraduate Studien anbieten (4 Jahre, Abschluss Bachelor) und
  • Universities, die sowohl undergraduate also auch graduate Studien (Masters und ggf. PhD/Doctorate) anbieten.

Aber: der undergraduate Bereich an Universitäten ist häufig der zahlenmäßig größte Bereich und er wird auch an Colleges unterrichtet. Genauso gibt es Hochschulen die zwar das College in ihrem Namen tragen, aber durchaus einen graduate Bereich haben.

Fazit:

  • Der Begriff College hat sich als Bezeichnung für alle undergraduate Hochschulen durchgesetzt.
  • die Unterscheidung zwischen College und University ist nicht  eindeutig.

Undergraduate

Erststudium an einer Hochschule

Unter "undergraduate studies" versteht man in den USA das Erststudium an einer Hochschule: also einem College, einer Universität oder auch einem Community College.

Ein undergraduate Studium dauert in der Regel 4 Jahre.Schließt man es erfolgreich ab erhält man einen  Bachelor Abschluss (Bachelor Degree). Je nach Studienfach, Studienprogramm und Hochschule kann es sich dabei um einen Bachelor of Arts, Bachelor of Science, Bachelor of Fine Arts oder auch andere spezielle Abschlüsse handeln. Das Studium an einem Community College dauert höchstens 2 Jahre und wird daher auch nur dann als Teil des undergraduate Studiums gewertet, wenn der/die Studierende im Anschluss oder nach dem ersten Jahr auf eine 4-Jahres Hochschule wechselt ("transfer").

Das amerikanische undergraduate Studium besteht einerseits aus einem allgemeinen Studium mit Kursen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen (vor allem im 1. und 2. Studienjahr) und andererseits aus einem Studienabschnitt (meist im 3. und 4. Jahr) in dem man vor allem Kurse aus einem oder mehreren Fachgebieten wählt. Man sucht sich also erst während des Studiums das Studienfach oder die Studienfächer (Hauptfächer / Majors) aus. Dieses allgemeinbildende Element ist Teil der Liberal Arts Philosophie.

Die Unterrichtsphilosophie und der Aufbau der Kurse hängt stark von der Art der Hochschule ab an der man studiert. Allerdings gilt für fast alle Studienfächer und für fast alle Hochschulen, dass die Kurse relativ klein sind (zwischen 8-20 Teilnehmer) und dass starker Wert auf Kontaktmöglichkeiten zu den Lehrenden gelegt wird. Dennoch ist die oft gerühmte "familiäre Atmosphäre" eher an kleineren privaten Colleges und Universitäten zu finden als an großen staatlichen Universitäten, die einen Großteil Ihrer Gelder in die Forschung fließen lassen.

staatlich oder privat?

Eine weitere wichtige Unterscheidung ist die in staatliche und private Hochschulen. Staatliche Universitäten werden vom jeweiligen Bundesstaat unterstützt und sind für Studierende aus diesen Bundesstaaten günstiger. Allerdings wird dieser in-state Rabatt inzwischen häufig auch Studierenden aus Nachbarstaaten oder sogar internationalen Studierenden gewährt. Bei den staatlichen Universitäten gibt es sehr große (bis zu 60 000 Studenten) aber auch kleinere Universitäten. Die größten sind meistens noch auf mehrere Studienorte (campus) aufgeteilt. Zu identifizieren sind die staatlichen Unis meist durch Ihren Namen, wobei es fast immer eine University of  und eine State University gibt, in großen Staaten gleich mehrere. Private Universitäten und Colleges sind meist teurer als staatliche. Allerdings schwanken die Kosten, die Größe, das Studienangebot sowie das Niveau bei den privaten Hochschulen extrem. Einen Überblick über diese extrem vielfältige Hochschullandschaft bieten dicke Wälzer wie Barron's College Profiles, College Board etc.

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