Abschlüsse

Für die Wahl einer geeigneten Hochschule sollte man wissen, ob man nur ein Master oder einen Doktortitel anstrebt. 

Der Master

Ein Masterstudium in den USA bietet genau wie in Deutschland die Möglichkeit, das eigene Fachwissen zu vertiefen und zu spezialisieren sowie sich intensiv mit Forschungsmethodologie und -praxis auseinanderzusetzen. Im Gegensatz zu Promotionsstudiengängen dauert der Weg bis zum Master oft nur 18 Monate – je nach individueller Motivation des Studierenden und den Anforderungen der jeweiligen Universität geht es teilweise sogar noch schneller. Von den meisten Universitäten werden rund 30 Credit Hours (Semesterwochenstunden) verlangt, um für die Master-Arbeit zugelassen zu werden, allerdings wird in den meisten Modellen das Forschen und Vorbereiten der Master-Arbeit mit Credit Hours "belohnt".

Ein klassischer Studienplan könnte etwa so aussehen:

Herbstsemester: Drei Seminare (9 Credit Hours), Vorbereitung und Forschung an der Masterarbeit (6 Credit Hours)

Frühjahrssemester: Drei Seminare (9 Credit Hours), Schreiben der Masterarbeit (6 Credit Hours)

Sommer: Masterarbeit einreichen und zu Beginn des nächsten Jahres verteidigen.

M.A./Ph.D.

Wer Master und Ph.D. in den USA absolvieren will, wählt am besten einen als "M.A./Ph.D." gekennzeichneten Studiengang. Dann nämlich werden Leistungen aus dem Master-Studium oft direkt auf das PhD-Studium angerechnet, so dass man beispielsweise Einführungsveranstaltungen nicht nochmals besuchen muss. Manche Universitäten beschränken die Bewerbung für solche Studiengänge ausschließlich auf potenzielle Doktoranden, während andere ausschließlich Kandidaten mit bereits erworbenem Master-Abschluss für Promotionsstudiengänge zulassen. Auch das hängt vom jeweiligen Studiengang ab und auch hier lohnt es sich, vorher mit der Universität Kontakt aufzunehmen und sich umfassend beraten zu lassen.

Der Ph.D.

Der Ph.D.-Bereich zielt fast ausschließlich darauf ab, Wissenschaftler auszubilden. Anders als in Deutschland wird in den USA oft intensive Seminararbeit und vor allem die Erarbeitung von Spezialgebieten vorausgesetzt, ehe das Forschen und Schreiben an der Dissertation genehmigt wird. Daher müssen sich Bewerber darauf einstellen, deutlich länger bis zum Abschluss zu benötigen als zum Beispiel in Deutschland. Allerdings steht amerikanischen Doktoranden nach der Kursarbeit ein deutlich breiteres Wissensfundament zur Verfügung, das nicht nur bei zukünftigen Bewerbungen und dem Erstellen von Kursplänen äußerst hilfreich ist, sondern auch der Dissertation zu Gute kommt.

Der Weg zum Ph.D. in den USA läuft in etwa so: Zunächst drei bis vier Semester Kursarbeit, sowie intensives Erarbeiten von drei bis fünf Fachgebieten. Danach folgen die so genannten "Comprehensive Exams", kurz "Comps", die mündlich und/oder schriftlich abfragen, ob der Doktorand/die Doktorandin in der Lage ist, das erlernte Wissen kreativ und kritisch anzuwenden. Mit dem Bestehen dieser Prüfungen ist der/die Studierende in den meisten Fällen offiziell ein Teil des wissenschaftlichen Personals und darf eigenständig forschen und unterrichten. Allerdings kann es dann nochmals drei bis vier Jahre dauern, bis die Dissertation eingereicht und verteidigt ist, so dass fünf bis acht Jahre Studium nach dem Bachelor keine Seltenheit sind.

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