
Beide verlangen von den Studenten eine Mischung aus Seminararbeit und individueller Forschung und erhöhen im Gegensatz zum Undergraduate-Bereich Intensität und Spezialisierung des Studiums. Darüber hinaus gewährt ein Graduate-Studium den Studenten größere Freiheit bei der individuellen Gestaltung ihres Fachgebietes, erwartet jedoch gleichzeitig ein höheres Maß an Eigenständigkeit. Die Seminare können je nach Fachbereich recht unterschiedlich ablaufen. Zum Teil gleichen sie eher Vorlesungen, besonders in den Geisteswissenschaften sind sie jedoch meist ein interaktives Forum für Austausch und Diskussion zwischen Professoren und Studierenden. Mehr als beispielsweise in deutschen Haupt- und Oberseminaren werden die Studierenden durch kleine Arbeitsgruppen und hohe Erwartungen stark gefordert. Die Vorbereitung der einzelnen Stunden, Mitarbeit, Präsentationen und Abschlussarbeiten: Alle Komponenten können am Ende über die Abschlussnote entscheiden.
Tipp: Es lohnt sich unbedingt, vorher mit den Fachbereichen direkt Kontakt aufzunehmen. So ist zum Beispiel der „Director of Graduate Studies“ Ansprechpartner für alle potenziellen Bewerber und wird sich fast immer für ein persönliches Gespräch Zeit nehmen.
Academic Master vs. Professional Master
Viele Fachbereiche bieten ein Masterstudium an. Allerdings unterscheidet man generell zwischen akademischen Master-Programmen ("Academic Master") und berufsbezogenen Master-Programmen ("Professional Master"). In akademischen Master-Programmen erwirbt man entweder den Master of Arts (M.A.) oder den Master of Science (M.Sc.) und erwirbt umfassende Kenntnisse zu einem abgegrenzten Fachgebiet. Berufsbezogene Master-Programme bereiten dagegen auf einen spezifischen Berufszweig vor und werden mit einem deskriptiven Titel belohnt wie etwa dem Master of Business Administration (M.B.A.), dem Master of Social Work (M.S.W.) oder dem Master of Education (M.Ed.).